Erotische Rollenspiele. Wie Sie Abwechslung in Ihr eheliches Sexleben bringen

 
Erotische Rollenspiele. Wie Sie Abwechslung in Ihr eheliches Sexleben bringen

Seien wir doch ehrlich. Unsere Vorstellungen von Sex stimmen meist nicht mit der Realität überein. Wir verschlingen erotische Romane, schauen uns heimlich Pornos an, geben uns sexuellen Fantasien hin und lecken uns die Lippen beim Anblick fremder Pos … und gleichzeitig gähnen wir im Ehebett, trauen uns nicht, unserem Partner etwas Neues vorzuschlagen oder wenigstens ein erotisches Rollenspiel zu spielen. Also beschäftigen wir uns doch mit diesem brennend aktuellem Thema.

Langeweile im Bett tötet die LIEBE

Sie können es glauben, denn es stimmt wirklich. Es lässt sich viel über Gemeinsamkeiten reden, die eine Ehe festigen, aber der Sex schläft mit der Zeit ein und viele Verheiratete zieht es einfach zu neuen Eindrücken. Nach einigen Jahren Eheleben ist das in der Regel so. Dabei ist bekannt, dass schlechter Sex der häufigste Trennungsgrund ist. Alle Studien bestätigen dies. Die grundlegenden Schlussfolgerungen dieser Studien können Sie im Artikel „Das Wertvollste in der Ehe“ nachlesen. Wenn etwas mit dem Sex in der Ehe nicht stimmt, dann wird diese nicht lange Bestand haben. Statistiken sind unerbittlich. Es lohnt sich nicht, diese Erfahrung selbst zu machen. Besser ist es, man bringt Abwechslung in sein eheliches Sexleben. Und dies ist gar nicht so schwierig.

Träumen tut gut

In unserem alltäglichen Intimleben gibt es wenig Überraschungen, wenig Neues und Abwechslung, also bleibt uns nur, davon zu träumen, denn Fantasien bereichern die Sexualität. Psychologen raten einstimmig dazu, im Bett Fantasien auszuleben. Das ist nichts Anstößiges, sondern ein gewaltiges Potenzial. Je mehr solcher Fantasien jemand hat, umso aktiver ist er sexuell, umso mehr Emotionen erlebt er im Bett und umso mehr Emotionen schenkt er seinem Partner oder seiner Partnerin. Sogar wenn er sich beim Sex vorstellt, mit jemand anderem zusammen zu sein, ist dies ein Zeichen für seine Empfindsamkeit. Er teilt seinem Partner eine spannende Rolle in dem überwältigenden Schauspiel in seinem Kopf zu. Das Streben des Menschen nach Neuem und nach Abwechslung ist ein Zeichen seiner Intelligenz, und guter Sex ist nichts anderes als eine intellektuelle Leistung. Nicht umsonst sagen Sexualforscher, dass lediglich zehn Prozent der sexuellen Befriedigung mit unseren körperlichen Empfindungen zu tun haben. Die restlichen neunzig Prozent der Befriedigung hängen von unserer Psyche ab: von Emotionen, Vorstellungen, Gefühlen, Vorfreude …

Rollenspiele – die beste Medizin gegen Langeweile im Bett

Es ist ein Fehler, sexuelle Fantasien vor seinem Partner zu verbergen oder eifersüchtig zu sein, wenn man von dessen geheimen Träumen erfährt. Sie würden doch auch nicht eifersüchtig auf die Rollen Ihres Ehepartners sein, wenn er ein berühmter Schauspieler wäre. Und wenn Sie beide Künstler wären … zumindest im Inneren? Dann spielen Sie ein Stück für zwei. Seien Sie kreativ, schränken Sie Ihren Hunger auf Neues nicht ein.

Sie brauchen Ihren sexuellen Fantasien nur freien Lauf zu lassen, indem Sie diese realisieren, und Ihr Intimleben wird reicher und gefühlvoller werden, denn nichts trägt mehr zur Annäherung bei als gemeinsame Befriedigung. Je mehr Fantasien ein Paar miteinander ausleben kann, je eher es Routine und Gewohnheiten vergisst, umso stärker wird die Bindung. Und es ist allemal besser, die Träume gemeinsam mit dem Partner umzusetzen, als dass er vor Langeweile woanders ein Abenteuer sucht. Manche vertreten die Ansicht, dass ein sexuelles Rollenspiel pro Vierteljahr für die meisten Paare ausreichend ist, um den Hunger nach Abwechslung zu stillen. 

Das erregend Neue, ungewöhnliche Experimente, der Adrenalinstoß, der einen durchfährt, das geweckte Verlangen und die Begierde, die den Kopf vernebelt – das sind erotische Rollenspiele. Die Möglichkeit, ertappt zu werden oder zuzusehen, zu verführen oder verführt zu werden, zu betrügen oder sich gehen zu lassen, sich schmutzig zu benehmen oder zurückhaltend zu sein, zu beherrschen oder sich unterzuordnen, zu vergewaltigen oder vergewaltigt zu werden, zu erniedrigen oder sich erniedrigen zu lassen, in die Rolle des anderen Geschlechts zu schlüpfen oder bisexuell zu spielen, blind oder mit einem Unbekannten Sex zu haben, zu plötzlichem, grobem Sex gezwungen zu werden oder sogar Gruppensex zu haben – all diese Fantasien können Sie in erotischen Rollenspielen umsetzen. Das Wichtigste ist, keine Bedenken zu haben und alle Vorurteile abzulegen. Das hilft Ihnen nicht nur, Ihren ehelichen Sex abwechslungsreicher zu gestalten, sondern auch, sich gegenseitig neu kennen zu lernen, indem Sie Ihr Potenzial als Paar entdecken.

Welchen Sinn haben Rollenspiele beim Sex?

Rollenspiele sind spezielle Spiele, die von Partnern in einer festen Beziehung praktiziert werden, die Abwechslung in ihr Intimleben und frischen Wind in die Beziehung bringen wollen. Der Sinn eines solches Spiels besteht darin, dass das Paar ein Stück für zwei spielt, indem es in die laut Szenarium vorgegebenen Rollen schlüpft. Die Handlung des Stücks ist mit ungewöhnlichem Sex verbunden, der in der Regel das Ziel des „Spiels“ ist. Im Fall eines Rollenspiels ist dies etwas Originelles, Neues, etwas, das mit der Realisierung sexueller Fantasien zu tun hat und bei dem jeder der Partner eine für ihn ungewohnte Rolle einnimmt.

Während eines solchen Spiels entsteht bei den Beteiligten auf psychologischer Ebene das Gefühl intimer Nähe mit einem „neuen Partner“ („Partnern“) oder von Sex in einer „ungewöhnlichen Umgebung“. So ist die praktische Möglichkeit gegeben, im Spiel geheime Wünsche auszuleben oder etwas Originelles auszuprobieren, dabei das eingefahrene Intimleben hinter sich zu lassen und das Vertrauen in seinen langjährigen Partner zu steigern. Die Langeweile im Bett verschwindet und das Intimleben wird durch neue Emotionen, ungewohnte Entdeckungen und spannende Experimente bereichert.

Wie spielt man erotische Spiele für Erwachsene?

Ein Rollenspiel zu spielen ist nicht schwierig. Die Hauptsache ist, einige einfache, aber wichtige Prinzipien zu befolgen.

Grundlegend ist, dass man sich mit dem Sujet des Spiels vertraut macht, Improvisationen sind fehl am Platz. Das Szenarium muss sorgfältig ausgewählt und anschließend alles richtig organisiert werden. Achten Sie bei der Auswahl des Sujets darauf, dass es für Sie beide annehmbar ist. Vergessen Sie Ihren gewohnten ehelichen Sex, denn Sie beide müssen sich verwandeln. Wie genau, ob für „Sex im Büro“, eine „sexuelle Zufallsbekanntschaft“, für gewaltsamen Sex oder für Gruppensex, das ist egal, unbedingt notwendig ist es aber, dass Sie nach der Auswahl des Sujets ausführlich die Einzelheiten durchsprechen. Nötig ist außerdem ein Konsens darüber, wohin Ihr Spiel führen soll, zu gewöhnlichem, analem oder oralem Verkehr, wer dabei den aktiven Part übernimmt und wie weit eventuelle Gewalt gehen darf. All das hilft Ihnen, die gewünschten Emotionen herbeizurufen.

Bei der Vorbereitung des Rollenspiels ist es unbedingt erforderlich, die Voraussetzungen für seine Durchführung und eine entsprechende Atmosphäre zu schaffen, dazu gehört auch die Auswahl der Räumlichkeiten, der Kleidung und des Zubehörs. Die Dekoration, erotische Kostüme, Sexspielzeuge, wenn Sie Gruppensex spielen … Das ist sehr wichtig, denn eine gute Vorbereitung und die äußeren Bedingungen helfen Ihnen, sich innerlich vorzubereiten und in Ihre Rollen zu schlüpfen. Denken Sie daran: Je mehr Dekoration und Zubehör Sie haben, die Ihrer Bühne einen realistischen Anstrich geben, desto leichter werden Sie beide die zu spielende Handlung als natürlich wahrnehmen.

Es versteht sich von selbst, dass Ihre Kleidung und Ihr Auftreten so weit wie möglich den Charakteren im Spiel entsprechen sollten, das hilft Ihnen, sich bei dem Sexspielchen gegenseitig als jeweils diesen Charakter wahrzunehmen.

Eine große Bedeutung hat bei Rollenspielen die Auswahl der Accessoires, die als Fetische dienen. Wählen Sie diese möglichst gemeinsam aus und besprechen Sie dabei, wie Sie die zu spielenden Charaktere einschätzen. Die Accessoires sind genauso wichtig wie die Kleidung. Die Brille und die Aktentasche des Professors, das Klistier der Krankenschwester, der Schlagstock und die Handschellen des Polizisten – all das kann als „Auslöser“ in Ihrem Bewusstsein „arbeiten“.

Bemühen Sie sich, während des Spiels nicht für eine einzige Sekunde aus Ihrer Rolle zu gehen, bleiben Sie darin, lassen Sie sich nicht ablenken. Lassen Sie Ihrem Partner seine Freiheit und üben Sie keinen Druck auf ihn aus, er wird während des Spiels noch in seine Rolle hineinwachsen. Spielen und handeln Sie entsprechend.

Zu Beginn des Spiels vergessen Sie alles andere und geben sich völlig dem Spiel hin. Bemühen Sie sich, so natürlich und aufrichtig, wie es nur geht, zu spielen. Machen Sie sich bewusst, dass Sie niemandem zu etwas verpflichtet sind und in erster Linie für sich selbst spielen, dann wird sich das Spiel entfalten und zu einer Art der Realität werden.

Äußerst wichtig ist es, die emotionale Atmosphäre des Spiels zu fühlen und sie von Anfang an aufzubauen, dann wird diese Sie von selbst erfassen. Hierbei ist in erster Linie der Aspekt des wachsenden Verlangens gemeint. Tauschen Sie sich deshalb mit Ihrem Partner über Ihre Wahrnehmungen und Empfindungen aus. Wenn Sie mit Ihrer Rollenfigur mitfühlen, sich in ihre Empfindungen hineinversetzen und sich außerdem gegenseitig Ihre Gefühle anvertrauen, die Sie während des Spiels haben, dann ermöglicht Ihnen dies eine Einschätzung, wie sich das Spiel weiterentwickeln wird, und Sie können flexibel darauf reagieren.

Und denken Sie daran, ein Spiel ist letzten Endes bloß ein Spiel, vergessen Sie deshalb alle Vorurteile und Normen, dann wird Ihr ehelicher Sex wieder erfüllend und großartig.

© Andrey Rider

Wenn Ihnen meine Gedankengängen oder mein Schreibstil im Allgemeinen gefallen haben, werden Ihnen vielleicht auch meine Romane, Novellen und Kurzgeschichten Freude bereiten.

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